Musical Bruggfeld - eine Erfolgsstory

Alles begann vor 26 Jahren: Ein junger Musiklehrer namens Oliver Hauser setzte sich in den Kopf, mit einer kleinen Gruppe von Schülerinnen und Schülern sowie einer Handvoll Lehrerkollegen ein Musical einzustudieren. «The Little Shop of Horrors» wurde im Juni 2000 bereits mit grossem Erfolg viermal in der Aula im Bruggfeld aufgeführt. Schon damals waren die Aufführungen geprägt vom Perfektionismus des Musikus.

In der Folge entwickelte sich eine einmalige Tradition. Jährlich kamen aufwendige Musicalproduktionen zur Aufführung, zeitweise waren dabei über 100 Schülerinnen und Schüler beteiligt. Als Oliver sich entschied, sich beruflich neu zu orientieren, geriet diese Tradition kurzzeitig in Gefahr. Doch die Anstellung von Elvira Haueis (heute Röthlisberger) erwies sich als Glücksfall: Sie hatte von Beginn weg die Absicht, auch in ihrer Tätigkeit als Musiklehrerin Musicalprojekte zu realisieren.

Seit wenigen Jahren stehen nun Elias Eggenberger gemeinsam mit Jeremias Wick und Nicci Leuthold in der Leitung. Man spürt erneut sehr viel Herzblut bei den drei jungen Lehrern. Vor allem ist von allem etwas dabei, was es braucht, um mit grosser Begeisterung gemeinsam mit den Jugendlichen etwas Einmaliges auf die Bühne zu bringen.

Trägerverein Musical Buggfeld www.musical-bruggfeld.ch
Seit über 20 Jahren unterstützt der eigens dafür gegründete Verein «Trägerverein Musical Bruggfeld» die Produktionen hinter den Kulissen und sorgt dafür, dass die vielfältigen Arbeiten auf möglichst viele Schultern verteilt werden. Vom Bühnenbau und Bühnenbild über Ton- und Lichttechnik, Schminkteam und Kostüme, das Führen der Kasse, das Einholen von Sponsorengeldern und weiteren finanziellen Mitteln, Werbung und Medienarbeit bis hin zum Catering-Team ist alles bestens organisiert.

Ohne diese Unterstützung wären die Produktionen in dieser Professionalität nicht realisierbar. Zwischenzeitlich wurde versucht, etwas zurückzufahren – doch Tradition verpflichtet! So entstehen Jahr für Jahr immer wieder neue, überraschende Highlights auf und neben der Bühne.


Erlebnisse rund um die Musicals
Ja, wir haben in dieser Zeit viel erlebt! Einmal gehörte ein echter Grotten-Brunnen zum Bühnenbild, ein anderes Mal stand ein Cabrio-Oldtimer auf der Bühne. Wieder ein anderes Mal wurden die Hauptfiguren – ebenfalls in einem Ami-Cabrio und mit Begleitung – im Blues-Brothers-Stil vom Lehrerparkplatz zum Haupteingang eskortiert. Unvergesslich blieb auch «Footloose» mit der Einbindung von Eltern der Jugendlichen. Mehrmals wurde die Bühne sogar doppelstöckig gebaut – so auch in diesem Jahr.

Doch auch schwierige Situationen mussten gemeistert werden. So sollte die Produktion «Tanz der Vampire» im Jahr 2007 durch eine halb religiöse, halb politische Gruppierung verhindert werden. Unzählige Gespräche waren notwendig, um die übertriebene Reaktion dieser Minderheit zu beruhigen. Auch die Medien schalteten sich ein, wodurch das Musical Bruggfeld beinahe schweizweit bekannt wurde. Nicht zuletzt, weil wir im gleichen Atemzug mit DJ Bobo genannt wurden, der im selben Jahr mit «Vampires Are Alive» am Eurovision Song Contest auftrat und ebenfalls mit Gegenwind aus ähnlicher Richtung konfrontiert war.

Unvergessen bleibt auch der legendäre Auftritt mit «Lisa Lisa» im Jahr 2021 während der Corona-Pandemie. Die Aufführung musste im Freien stattfinden. Dank der grosszügigen Gastfreundschaft eines Bauunternehmens in Heldswil konnte das Musical dennoch durchgeführt werden – Beteiligte wie Publikum wurden mit einem wunderschönen Sommerabend belohnt.

Nur ein einziges Mal musste seit dem Jahr 2000 eine Produktion komplett abgesagt werden: Im Jahr 2020 konnte das Musical «unFEEig» nicht stattfinden.

Bei all diesen Produktionen stehen in erster Linie die Freude an Musik, Schauspiel und Tanz im Zentrum. Dennoch handelt es sich nicht einfach um ein beliebiges Freifach im Angebot einer Sekundarschule. Vielmehr leisten die Musicals einen kaum bezahlbaren Beitrag zur Gewalt- und Suchtprävention und fördern gezielt die Sozialkompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Die Jugendlichen sammeln wertvolle Bühnenerfahrung, lernen trotz grosser Begeisterung den Umgang mit Stresssituationen, arbeiten in kooperativen Lernformen – und vieles mehr.

So werden die Schülerinnen und Schüler bei allen Produktionen mehr oder weniger stark in Entstehung, Inhalt und Umsetzung miteinbezogen.

Zum 25. Mal Musical Bruggfeld
Im Mai 2026 führt die Sekundarschule Bischofszell ihr nächstes Musicalprojekt durch. Es handelt sich dabei um die 25. Produktion – ein ganz besonderes Jubiläum!

Vom 5. bis 8. Mai 2026 werden die Schülerinnen und Schüler in vier Aufführungen auf der Bruggfeldbühne ihr Können unter Beweis stellen. Auch in diesem Jahr dürfen wir uns auf eine Eigenproduktion freuen. Die verantwortlichen musikalischen Leiter haben die Geschichte «Herr der Diebe» an die gegebenen Rahmenbedingungen angepasst. So dürfen wir uns erneut auf eine originelle und überraschende Inszenierung freuen.

Das Projekt trägt den Titel «KARUSSELL».

«Karussell» Inhalt
Die Schwestern Palina und Mo werden plötzlich zu Waisen, als ihre Mutter stirbt. Ihre verbliebenen Familienmitglieder, Onkel Ulrich und Tante Esther, adoptieren Mo daraufhin. Palina, die ihnen nicht mehr kindlich genug ist, stecken sie in ein Internat. Die beiden Geschwister lassen das nicht mit sich machen und hauen auf eigene Faust nach Venedig ab. Dort werden sie von einer Diebesbande, die in einem verlassenen Kino wohnt, aufgenommen und bestreiten ihren Lebensunterhalt fortan durch den Verkauf von Diebesgut. Barbarossa, ein zwielichtiger Hehler, kauft ihnen das Diebesgut jeweils ab. Von Barbarossa erhalten sie eines Tages einen mysteriösen Auftrag: Sie sollen einen Teil eines Karussells stehlen. Wer wissen will, was es mit diesem Karussell auf sich hat, muss das diesjährige Musical schauen kommen.

Regie und Musikalische Leitung:
Elias Eggenberger, Jeremia Wick und Nicola Leuthold




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